|
In Christus ist für uns Menschen die falsche Gottesvorstellung eines „höheren Wesens“, von „etwas Höherem,
welches es da wohl schon gibt“, Gott sei Dank, ein für allemal überwunden. Denn durch die Fleischwerdung des ewigen Gottessohnes hat unser himmlische Vater erwirkt, dass
wir nun in heiliger Gemeinschaft (Communio sanctorum) eine wahrhaftige Gottesbegegnung erleben dürfen, sei es im Nächsten welcher bedürftig ist, sei es im Amtsträger, der
uns segnet, belehrt, ermahnt oder losspricht, sei es in den allerheiligsten Sakramenten unserer Mutter, der Kirche. Gott geht mit uns in dieser Zeit, in welcher wir allen
schönen, aber auch widrigen Umständen des Lebens ausgesetzt sind, welche Jesus auch für uns durchlebt hat, bis hin zu Verrat, Folter und Tod, um durch seine Auferstehung das
unsterbliche Leben für uns zu erringen und uns schon jetzt dadurch in seinem mystischen Leib vor den Thron Gottes zu erheben.
Von diesem Geheimnis künden im prophetischen Bild schon die vier Cherubim der Herrlichkeit, welche den Thronwagen
Gottes begleiten – und das Menschenangesicht des einen Engels bezeugt die Verbindung der Herrlichkeit des Höchsten mit den Menschen. Es ist das Amt der Evangelisten,
welche in ihren Gebeten all unsere Nöte und Bedürfnisse in Worte fassen und uns somit durch diese Zeit hindurch tragen und von demjenigen künden, der uns durch sein heiliges
Blut, welches er zum ersten mal acht Tage nach seiner Geburt, am Tag seiner Beschneidung für uns vergossen hat, heiligt und erlöst.
Diese Zeit der Gedächtnis des „heiligen Fleisches“ unseres Erlösers endet
mit dem Tag des Gedächnisses seiner Darstellung im Tempel und dem Tag der Reinigung seiner Mutter.
|