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Trishagion

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Insgesamt wird in der biblischen Botschaft der Dreieinige, sowohl aus dem Menschen- als auch aus dem Engelmund mit dem Dreimalheilig verehrt – gepriesen sei ER immerdar. Selbst zur Zeit Jesu wurde jeder jüdische und urchristliche Gottesdienst mit der Anrufung: „Gepriesen bist Du, großer, starker und furchtgebietender Gott (kursiv aus Neh. 9, 32)“ eröffnet. Dabei handelte es sich um eine Preisung (Benediktion), welche sowohl im gemeinsamen Gebetsdienst (vollständiges Bittgebet oder Amida) als auch im privaten Gebet (Kurzamida) ausgesprochen wurde.

Bereits in den ersten Jahrhunderten verband man die Worte des Taufauftrags Christi (Mt. 28, 14) mit der Anrufung des Dreieinigen bei jeder Versammlung – Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Allerdings wurde durch diese Anrufung jene alte Preisung der Bitteneröffnung nicht ersetzt, vielmehr eröffnete man die Gebete mit dem sog. „Kyrie-Ruf“, dessen Gestalt seit dem Nicänum bei allen Christen einheitlich war – „Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser!“, mit anschließendem „HErr, erbarme Dich!“ Wie das Dreimalheilig der Engel (Heilig! Heilig! Heilig! HErr Gott Sabaoth...) nannte man den dreifachen Kyrie-Ruf – Dreimalheilig (Trishagion), welches vor den Bitten dreimal vorgesprochen wurde. Daraus entstand der Brauch der heutigen Kyrie-Rufe sowohl in der hl. Eucharistie, als auch vor den Bitten der Tagesdienste.

Nichts desto trotz blieb das Trishagion aber auch als Psalmanhängsel in der Orthodoxie erhalten, wie auch wir und die meisten Christen, welche gemeinsam die Psalmen lesen oder singen, mit der kleinen Doxologie die einzelnen Psalmabschnitte abschließen. Auffälig ist dabei, daß die Orientalischen der Doxologie das Trishagion immer nachstellen. Ebenso verwenden sie dieses Trishagion, um neue Gottesdienstabschnitte zu eröffnen. Aufgrund der so breiten kirchlichen Anwendung des Trishagions verstehen auch wir unseren liturgischen Brauch, das Dreimalheilig auch zur Sakramentsdarstellung zu singen, sowohl in der Muttersprache, als auch in beiden biblischen Sprachen. So verbinden wir uns in der Anbetung Gottes mit Mitchristen aller Traditionen und Nationen und singen hingebungsvoll – Heilig! Heilig! Heilig!

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