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Jesus, unser Leben und unser Licht!

Dienerinnen und Diener der Kirche

Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.

(Eph. 5, 13f)



Bereits die alttestamentlichen Exegeten und Propheten sahen eine Gemeinschaft zwischen der Genesis und der Vollendung, eine Verbindung zwischen den erstdinglichen (protologischen) und letztdinglichen (eschatologischen) Aussagen. Nicht, wie man sonst so meint, dass Schatten und Licht auf Altes und Neues Testament bezogen würden – denn es geht in Schrift grundsätzlich um die Aussagen über Gott und über seinen Sohn, Jesus Christus. Deshalb heißt es in der Schrift, der Messias, d.h. der Gesalbte Gottes, ist derselbe gestern, heute und immerdar. Was die Entstehung und die Vollendung der Welt angeht, d. h. des ganzen Alls, alles Sichtbaren und Unsichtbaren, ist zusammengefasst in dem einen, in der Erscheinung des handelnden Gottes und seiner Herrlichkeit. Das ganze All liegt im Dunkel, solange Gottes Licht nicht erscheint. Wenn Gott wirkt, ist es Tag und wenn er seine Herrlichkeit in seine unerschaffene Welt, in seinen Thronsaal, zurückzieht, ist es Nacht.

Als Jesus am Kreuz starb, um auch den Toten zu predigen, brach die Nacht an. Und obwohl sich die Sonne verfinsterte, so berichtet es der Evangelist, seien die Heiligen vom Tode auferweckt worden und blieben in ihren Gräbern bis zur Morgendämmerung.

Wir haben Gottes Werk erkannt, ein Werk in welchem der Tag noch nicht angebrochen ist, aber die Morgendämmerung uns den Morgenstern offenbarte, indem der Heilige Geist in unseren Herzen die Sonne hat aufgehen lassen, die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes und des wahrhaftigen Menschen Jesus Christus. So sind auch unsere Seelen und Geister, wie einst die erweckten Heiligen, noch wie von Grabesruhe behindert, Zeichen und Wunder öffentlich zu machen, die wir ansonsten vor dem Altar und im Gottesdienst erleben. Der Geist ist das Nachtlicht, die Sakramentsleuchte, welche uns zum doppelten Zeugnis weckt: das Reich der Himmel ist da und das Reich der Himmel kommt. Darum beten wir immer noch zu unserm König und Vater: „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Deshalb ist der Glaube kein Zustand der Schläfer, sondern der Träumenden, welche wissen, was sie glauben, was sie hoffen und was sie erwarten. Denn es ist das, was wir in diesen Tagen feiern.

Es ist also jenes Licht, das den Schläfer erwecken möchte, auf dass sich die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche in der Erscheinung des Auferstandenen erhebe, um das Zeugnis des Lebens, das heißt des ewigen Lichts, zu bringen und die Herzen zu öffnen, um festlich Gott dem Wahrhaftigen festlich zu begegnen.

Alles Erleuchtete soll also Licht sein, Licht des Aufbruchs aus den Gräbern, wo die Lebenden und die Entschlafenen zur Neuschöpfung umgestaltet werden, zu einer Gemeinschaft, denn Christus ist von den Toten auferstanden, im Tod besiegte er den Tod, er öffnete die Gräber und brachte uns das ewige Leben!

Christus ist wahrhaftig auferstanden!

20. 04. 2019

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Liturgischer Aufruf in den Auferstehungsdiensten

Christus ist von den Toten auferstanden! | Halleluja! * Im Tod bezwang Jesus den | Tod! Halleluja! * Er tat die Gräber auf! | Halleluja! * Geschenkt hat Er uns das neue | Leben! Halleluja.

Ehre sei dem Vater | und dem Sohne * und | dem Heiligen Geiste: * wie es war im Anfang, so jetzt und | allezeit, * in | Ewigkeit. Amen.

 

 

 

 

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